Hausgeburtshilfe

Im Sozialgesetzbuch V (SGB V) findet man zum Thema Hausgeburt folgende Zeilen: „Die Versicherte hat Anspruch auf ambulante oder stationäre Entbindung. Die Versicherte kann ambulant in einem Krankenhaus, in einer von einer Hebamme oder einem Entbindungspfleger geleiteten Einrichtung, in einer ärztlich geleiteten Einrichtung, in einer Hebammenpraxis oder im Rahmen einer Hausgeburt entbinden“.

In der Realität hängt an einer Hausgeburt natürlich viel mehr: Stell Dir vor, Du lernst Deine Hebamme schon in der Frühschwangerschaft kennen – sie ist für Dich von da an die Hauptansprechpartnerin für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Wenn Du eine gesunde Schwangerschaft hast, ist es nicht zwingend notwendig, die ärztliche Vorsorge in Anspruch zu nehmen. Sollten sich aber Auffälligkeiten oder Risiken ergeben, so ist es unerlässlich, deineN Ärzt*in mit einzubinden. Einzig die Ultraschalluntersuchungen werden nicht von uns Hebammen geleistet, sondern sind bei einem*r Gynäkolog*in Deines Vertrauens vorzunehmen. Dadurch ergibt sich eine sehr gute und ganzheitliche Bindung zwischen Hebammen und begleiteter Familie.

Damit wir Deine Hausgeburt begleiten, gibt es also ein wesentliches Grundgesetz: Eine unauffällige Schwangerschaft. Das heißt, wir begleiten ausschließlich gesunde Schwangere ohne Risiken im außerklinischen Bereich. Damit das gesichert ist, führen wir zu Beginn der Betreuung (also möglichst früh in Deiner Schwangerschaft) ein umfassendes Aufklärungsgespräch und natürlich haben wir die ganze Schwangerschaft lang ein Auge auf das Baby und Dich und betreuen Dich umfassend. Denn das ist eine der Eigenschaften, die uns Hebammen auszeichnen: Physiologische, ganz normale Schwangerschaften und Geburten von besonderen, vielleicht krankhaften Verläufen abzugrenzen und diese frühzeitig zu erkennen, um sie so gut als möglich auch zu vermeiden und abzuwenden.

Sobald die 37+0 Schwangerschaftswochen-Marke geknackt ist, sind wir jederzeit zur Geburt rufbereit. Tag und Nacht. Du rufst, wir kommen zu euch nach Hause und begleiten die Geburt in Deiner vertrauten Umgebung. Dazu gehören unter Geburt regelmäßige Kontrollen der kindlichen Herztöne, ohne die von Dir gewählte Gebärhaltung zu unterbinden. Die Hausgeburtshilfe respektiert die Integrität der Frau und beobachtet den Lauf der Geburt ohne aktives, offensives Eingreifen in den natürlichen Prozess. So wird Dein Baby in aller Ruhe in der von Dir gewählten, „sicheren“ Umgebung geboren.

Doch unsere Betreuung endet nicht nach der Geburt des Kindes und seiner Plazenta. Wir versorgen im Falle des Falls Geburtsverletzungen, machen eine umfassende Erstuntersuchung (U1) beim Kind, wiegen und messen das Baby – aber erst, nachdem gehörig gebondet und gekuschelt wurde. Denn Untersuchungen und Maße haben auch Zeit. In den ersten 72 Stunden nach der Geburt nehmen wir bei Bedarf die Blutprobe für das Neugeborenen-Screening ab. Die Wochenbettbetreuung umfasst dann tägliche Hausbesuche in den ersten 10 Lebenstagen und die Möglichkeit auf 16 weitere Besuche bis zum Ende der 8. Woche nach der Geburt.

Ganzheitlich ist ganzheitlich.

Wie kann man sich eine Hausgeburt vorstellen?

Das hängt ganz davon ab, was Du Dir vorstellen willst. Es ist Deine Geburt. Du hast das Sagen. Das unterscheidet die Hausgeburt wesentlich von manchen klinischen Geburten (es kommt natürlich auch hier darauf an, welches Krankenhaus Du dir aussuchst). Zuhause bist Du die Gestalterin Deiner Geburt. Du gebärst Dein Kind selbstbestimmt, kraftvoll, individuell und vor allem ohne jede Intervention durch Medikamente, PDA oder Wehentropf (ja, das ist schaffbar, auch ich habe das geschafft).

Das bedeutet aber nicht, dass wir Hebammen nicht anwesend wären. Wir sind präsent, mischen uns aber nur soweit ein, wie ihr es unter Geburt wünscht. Wir beobachten und beschützen den natürlichen Lauf der Geburt. Sollte es Abweichungen geben, etwa ein merkwürdig oder „falsch“ im Becken eingestelltes Kind, dann arbeiten wir mit Dir vor allem durch die passenden Gebärhaltungen daran, um dem Baby den Weg nach draußen zu zeigen.

Sollten sich unter Geburt Probleme auftun, die uns zeigen, dass es dem Kind oder aber Dir oder euch beiden nicht mehr optimal geht, so zögern wir nicht mit einem Umzug der Geburt in die Klinik eures Vetrauens. Das oberste Gebot ist die Sicherheit von Mama und Baby.

Wichtig: Bereite Dich gut auf Deine Geburt vor. Entweder durch einen guten hausgeburtlich orientierten Geburtsvorbereitungskurs oder durch HypnoBirthing oder durch andere Wege, die Dir bei der Vorbereitung auf dieses Ereignis helfen. Wir arbeiten auch gerne mit Doulas. Auch sie können Dir bei der Vorbereitung auf die Geburt helfen.

Du hast Fragen zum Thema Hausgeburt? Wende dich einfach unter Kontakt an mich.

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